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JUGENDHILFEAUSSCHUSS 10.02.2004 - Wortbeitrag Schließung Kindertagesstätte Im Lütken Ort: Die BfGTFraktion wird die beabsichtige Schließung durch die Verwaltung ablehnen und dafür plädieren, die Tagesstätte langsam auslaufen zu lassen (Zeitraum 2005/2006 -07) und gemeinsam mit den Eltern Lösungvorschläge zu erarbeiten. Die Art und Weise, wie die Verwaltung die Eltern vor vollendete Tatsachen stellen wollte, muss stark kritisiert werden. Die BfGT sieht im Verhalten der Verwaltung erneut Paralellen zum Vorgehen in Bezug auf die "Änderung bei der Versorgung mit Mittagessen in den Tageseinrichtungen" (Verwaltungsbeschreibung) im Juni 1999 und November 2001. Warum die Verantwortlichen nicht aus den Fehlern der Vergangenheit lernen wollen und erneut eine Entscheidung ohne Rücksprache mit den Eltern und der Politik treffen wollten, ist nicht nachzuvollziehen. Zitat aus dem Wortbeitrag der in der JHA-Sitzung am 15.11.2001: „Die Art und Weise, wie die Verwaltung versucht, Einsparungen durchzusetzen, wird von der BfGT-Fraktion aufs schärfste kritisiert. Transparenz, Mitbestimmung, Einbeziehung der Sozialraum-arbeitsgemeinschaften – wo bleiben diese ach so hochgepriesenen Vorsätze. Wenn die Verwaltung der Meinung ist, „nicht alles mit den Eltern besprechen zu müssen“, wäre zu mindestes bei der Bedeutung dieser Entscheidung ein Gespräch mit der Politik oder Vertretern der Elternräte erforderlich gewesen. Hätten sich die Eltern nicht formiert und wären sie nicht mit ihrem Anliegen über die Medien an die Öffentlichkeit gegangen, wäre alles so eingetreten, wie die Verwaltung es sich vorge-stellt hatte. Ihr Beschlussvorschlag ist nicht einmal zur Abstimmung gestellt worden, sondern schlicht und einfach sollten die geplanten Änderungen nur zur Kenntnis genommen werden. Erst auf massiven Druck entschlossen sie sich, die Elternvertreter zu einer Gesprächsrunde einzuladen. Gesprächsrunde, Herr Haddenhorst? Sie wollten den Eltern ihre Kostenrechnung erklären, Alternativen bzw. andere Möglichkeiten hatten sie leider nicht anzubieten.. Es gibt nun Vorschläge seitens der Eltern, die auch gemeinsam erörtert werden müssen.“ Das war ein aus dem BfGT Wortbeitrag vom 15.11.2001 in der JHA-Sitzung zum Thema „frisches Mittagsessen“. Den Antrag und Wortbeitrag der BfGT zum Thema "frisches Mittagsessen" sollten Sie zum Vergleichen anklicken. Für die heutige Sitzung war es leider nicht nötig, den Wortbeitrag zu ändern! Warum die Verwaltung nicht aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und erneut eine Entscheidung ohne Rücksprache mit den Eltern und der Politik treffen wollte, ist nicht nach-zuvollziehen. Im Profil des Sozialraums Spexard steht auf Seite 15 im ersten Absatz: „Gegenüber der Stadtverwaltung herrscht ein Misstrauen“. Dies bezog sich auf die geplanten Gewerbegebiete. Wollen Sie das bereits vorhandene Misstrauen durch ihre Verhaltensweise weiter ausbauen? Das Gegenteil sollte der Fall sein. Vertrauen aufbauen, gemeinsam mit Betroffenen nach Lösungen suchen und bei Entscheidungen dieser Tragweite nicht allein beschließen! Antragsbegründung: Auf Seite 8 des Profils steht folgendes: „Die weitere Entwicklung in Spexard sollte genau beobachtet werden. Bisher kam es, bedingt durch die Abwanderung in andere Sozialräume, noch nicht zu Engpässen in Versorgung“. Noch nicht – steht da! „Es bedarf eines ganzen Dorfes, ein Kind ins Leben zu führen“. Leitsatz der „lokalen Er-ziehungskrise“. Für Spexard dürfte dieser Leitsatz genau ins Schwarze treffen. Nur ein einziges Zitat aus dem umfangreichen Werk: Stellungnahme des Städt. Kindergartens Im Lütken Ort vom 03.04.2002: „ Unsere Beobachtungen lassen durchaus den Schluss zu, das Erziehung die Zeit und Zuwendung bedeutet, offensichtlich von vielen Eltern nicht mehr geleistet wird. Diese Arbeit wird im zunehmendem Maße der Kindertageseinrichtung abverlangt. In vielen Fällen ist das in dieser zur Zeit bestehenden Form, aber nicht zu leisten. In einer Gruppe von 25 Kindern, in der im positivsten Fall 2 ErzieherInnen tätig sind, können nur Spitzen die nach oben oder nach unten zeigen, auf ein gesellschaftlich erträgliches Maß nivelliert werden. Es können keine " Sonderformen " an Betreuung geleistet werden Weder Sprachunterrlicht, um die ausl. Kinder überhaupt schulfähig zu machen, noch "Erlebnispäda-gogik" um bei einzelnen Kindern noch Erstaunen auszulösen oder heilpädagogische Ansätze um verhaltensauffällige Kinder zu regulieren! Mit allen MitarbeiterInnen und den Eltern unserer Einrichtung wurde lange und ausführlich die Qualität und Machbarkeit unserer Arbeit besprochen ! Ein großes Engagement ist auf beiden Seiten zu erkennen, doch nur mit Selbsthilfe, Eigeninitiative und kreativen Ideen das ist allen Beteiligten klar, kann der Bildungs- u. Erziehungsauftrag des Kindergartens nicht mehr geleistet werden. Wir alle wünschen uns daher eine solidarische Unterstützung durch das Jugendamt und eine Erkenntnis bei den Politikern , das ohne Geld mit unseren Kindern kein Staat gemacht werden kann ( Pisa in aller Ohren )!“ Im Rahmen der Sparmaßnahmen wurden im Fachbereich Jugend Stellen von Erzieherinnen aufgrund der Aufgabe von verlängerten Öffnungszeiten gestrichen bzw. für die Zukunft mit einem KW (kann wegfallen) vermerkt. Die BfGT hat den Stellenplan abgelehnt. 5 (jetzt nur noch 4) ehemalige Mitarbeiter des Theaters (3 Arbeiter, davon 2 mit Zeitverträgen, 1 Bühnen- und Lichtmeister) werden jedoch weiter beschäftigt. Sie sollten die Theater- und Konzertveranstaltungen in der Stadthalle betreuen, obwohl diese Aufgabe mit vorhandenem Personal zu bewerkstelligen ist. 215.000 € kosten uns (nach Angabe der Verwaltung) diese 4 Stellen pro Jahr. Im Kindergartenbereich wollen Sie 95.000 € einsparen, ein Betrag, der nur schwer nachvollziehbar ist. Für die BfGT hat die Betreuung von Kindern Vorrang. Wenn die Verwaltung beim Personal sparen möchte, dann bitte an der richtigen Stelle. BfGTRatsfraktion 10.02.2004 Auf Initiative der BfGT wurde folgender Gemeinschaftsantrag beschlossen:
Die FDP votierte dagegen, die Mitglieder des Stadtjugendrings enthielten sich mit dem Argu-ment der Kürzungen im Bereich Jugendfreizeiten.
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