| JUGENDHILFEAUSSCHUSS der Stadt Gütersloh
JHA-Sitzung 15.11.2001 / TOP 15 (Änderung bei der Versorgung mit Mittagessen in den Tageseinrichtungen) die BfGT-Fraktion im Rat der Stadt Gütersloh beantragt, Den TOP 15 / Vorlage 00475/1 (Kenntnisnahme über geplante Änderung bei der Versorgung mit Mittagessen in den Tageseinrichtungen für Kinder), über den die Verwaltung im nichtöffentlichen Teil informieren möchte, in den öffentlichen Teil der Sitzung zu übernehmen und dort entsprechend zu erörtern. Begründung: Das Thema, dass bereits im Vorfeld der Sitzung ohne Mitsprache der Elternräte der Tageseinrichtungen seitens der Verwaltung beschlossen wurde, hat für große Unruhe unter den Eltern gesorgt und wird zudem derzeit auch noch öffentlich diskutiert. Ausserdem sind die Änderungen den Eltern bereits per Brief bekannt gemacht worden. Warum der JHA jetzt erneut hinter dem Rücken der Eltern über diese Änderung informiert werden soll, ist der BfGT-Fraktion absolut unverständlich. Da wo AUFRECHTE DEMOKRATEN sitzen, sollen auch offene und ehrliche Diskussionen geführt werden. Mit freundlichen grüßen BfGT-Ratsfraktion Barbara Witt Nobby Morkes Gütersloh, 08.11.2001 Auf Grund des BfGT Antrages wurde das Thema in den öffentlichen Teil der Sitzung verlegt. JUGENDHILFEAUSSCHUSS der Stadt Gütersloh zum TOP 15 (Änderung bei der Versorgung mit Mittagessen in den Tageseinrichtungen) in der JHA-Sitzung vom 15.11.2001 beantragt die BfGTfraktion im Rat der Stadt Gütersloh
Begründung: Bereits im Juni 1999 sorgten die Veränderungen beim Mittagessen (Erhöhung der Beiträge / Wegfall der Erstattungen der Lebensmittelkarten etc.) für Unruhe bei den damals betroffenen Eltern. Proteste und Gespräche nützten nichts, die Verwaltung als auch der JHA (Sitzung vom 08.06.99) blieben bei ihrer Entscheidung. Wörtlich schrieb die Verwaltung am 15.06.1999 an die Eltern: „wir haben unterstellt, dass das Essen in der Tageseinrichtung für ihr Kind eine große Bedeutung hat und sie wert auf eine kindgerecht zubereitete Nahrung legen“ An dieser Einstellung hat sich seitdem nichts geändert. Die Eltern, die sich auch heute für den Erhalt des frischen Kochens einsetzen, legen auch weiterhin wert auf eine kindgerecht zubereitete Nahrung. Die Verwaltung hat ohne Rücksprache mit den Eltern und zu Lasten der Kinder kostenreduzierungen beschlossen. Wenn die Verwaltung der Meinung ist, „nicht alles mit den Eltern besprechen zu müssen“, wäre zu mindestens bei der Bedeutung dieser Entscheidung ein Gespräch mit dem Stadtelternrat oder Vertretern der Elternräte erforderlich gewesen. Sind die Eltern nach der Umfrage mehrheitlich der Meinung, das FRISCHKOCHEN vor Ort beizubehalten, wird die Verwaltung gebeten, die Möglichkeiten der weiteren Finanzierung zu klären und einen entsprechenden Kostenplan aufzustellen, der mit den Eltern erörtert wird. Wer zahlt, dem sollte auch das recht zur Mitbestimmung eingeräumt werden. Mit besten Grüßen BfGT-Ratsfraktion Barbara Witt Nobby Morkes Gütersloh, 08.11.2001 Einem Vertagungsantrag der CDU wurde mehrheitlich stattgegeben. Bis auf die GRÜNEN und die BfGT waren sich die anderen Fraktionen und Mitglieder des JHA einig, das Thema am 13. Dezember weiter zu beraten. JUGENDHILFEAUSSCHUSS der Stadt Gütersloh JHA-sitzung 15.11.2001 / TOP 15 (Änderung bei der Versorgung mit Mittagessen in den Tageseinrichtungen) die BfGT-Fraktion im Rat der Stadt Gütersloh beantragt, den TOP 15 / Vorlage 00475/1 (Kenntnisnahmeüber geplante Änderung bei der Versorgung mit Mittagessen in den Tageseinrichtungen für Kinder), über den die Verwaltung im nichtöffentlichen Teil informieren möchte, in den öffentlichen Teil der Sitzung zu übernehmen und dort entsprechend zu erörtern.Begründung: Das Thema, dass bereits im Vorfeld der Sitzung ohne Mitsprache der Elternräte der Tageseinrichtungen seitens der Verwaltung beschlossen wurde, hat für große Unruhe unter den Eltern gesorgt und wird zudem derzeit auch noch öffentlich diskutiert. Ausserdem sind die Änderungen den Eltern bereits per Brief bekannt gemacht worden. Da wo AUFRECHTE DEMOKRATEN sitzen, sollen auch offene und ehrliche Diskussionen geführt werden. Mit freundlichen grüßen BfGTratsfraktion Barbara Witt Nobby Morkes Gütersloh, 08.11.2001 Geplante ÄNDERUNG bei der Versorgung mit MITTAGESSEN – JHA am 15.11.2001WORTBEITRAG der BfGT Mit Schreiben vom 04.10. wurden die Eltern der ‚mittagessenden’ Kinderüber die geplanten Veränderungen informiert. Die Änderung war das Ergebnis eines Gespräches zwischen Frau Monkenbusch und den Herren Wimmer und Haddenhorst. Erzieherinnen als auch Leiterinnen der betroffenen Tageseinrichtungen sollen nicht befragt worden sein. Von den Eltern und Elternräten sowie dem Stadtelternrat ganz zu schweigen. Die Art und Weise, wie die Verwaltung versucht, Einsparungen durchzusetzen wird von der BfGT-Fraktion aufs schärfste kritisiert. Transparenz, Mitbestimmung, Einbeziehung der Sozialraumarbeitsgemeinschaften – wo bleiben diese ach so hochgepriesenen Vorsätze. Bereits im Juni 1999 sorgten die Veränderungen beim Mittagessen (Erhöhung der Beiträge / Wegfall der Erstattungen der Lebensmittelkosten etc.) für Unruhe bei den damals betroffenen Eltern. Proteste und Gespräche nützten nichts, die Verwaltung als auch der JHA (Sitzung vom 08.06.99) blieben bei ihrer Entscheidung. Wörtlich schrieb die Verwaltung in dem sogenannten Pommesbrief am 15.06.1999 an die Eltern: „wir haben unterstellt, dass das Essen in der Tageseinrichtung für ihr Kind eine große Bedeutung hat und sie wert auf eine kindgerecht zubereitete Nahrung legen“ An dieser Einstellung hat sich seitdem nichts geändert. Die Eltern, die sich auch heute für den erhalt des frischen Kochens einsetzen, legen auch weiterhin wert auf eine kindgerecht zubereitete Nahrung. Die Verwaltung hat ohne Rücksprache mit den Eltern und zu lasten der Kinder weitere Kostenreduzierungen beschlossen. Wenn die Verwaltung der Meinung ist, „nicht alles mit den Eltern besprechen zu müssen“, wäre zumindestens bei der Bedeutung dieser Entscheidung ein Gespräch mit dem Stadtelternrat oder Vertretern der Elternräte erforderlich gewesen. Hätten sich die Eltern nicht formiert und wären sie nicht mit ihrem anliegen über die Medien an die Öffentlichkeit gegangen, wäre alles so eingetreten, wie die Verwaltung es sich vorgestellt hatte. Ihr Beschlussvorschlag ist nicht einmal zur Abstimmung gestellt worden worden, sondern schlicht und einfach sollten die geplanten Änderungen nur zur Kenntnis genommen werden. Wenn sie, Herr Haddenhorst und Herr Wimmer, in den letzten Tagen den Eltern erzählten, es sei alles nur ein Vorschlag gewesen und überhaupt noch nicht entschieden – dann versteh ich die Welt nicht mehr – die Tatsachen und Vorlagen sprechen jedoch – und das leider – eine andere Sprache. Erst auf massiven Druck entschlossen sie sich, die Elternvertreter gestern zu einer Gesprächsrunde einzuladen. Gesprächsrunde, Herr Haddenhorst? Sie wollten den Eltern ihre Kostenrechnung erklären, Alternativen bzw. andere Möglichkeiten hatten sie leider nicht anzubieten. Nur die Lieferantenauswahl. Es gibt nun Vorschläge seitens der Eltern, die auch gemeinsam erörtert werden müssen. Vielleicht gibt es auch noch andere Möglichkeiten, die bisher noch keinem eingefallen sind. Verwaltung und Eltern sollten zusammen für das wohl unserer Kinder sorgen. Fehlkalkulationen der Vergangenheit sollten nicht immer wieder auf den Bürger abgewälzt werden. Die Entscheidung , ob überhaupt eine Ökotrophologin eingestellt werden musste, um vitaminreich zu kochen, können wir nicht mehr rückgängig machen. in den Kindergärten gibt es hervorragend eingerichtete Küchen – sollen die leer stehen bleiben? In einem Unternehmen – und die Verwaltung sieht sich öfters so – in dem die Personalkosten 70% der Gesamtkosten betragen, wäre schon längst gehandelt worden und zwar ohne die Leistungen zu verringern. Bei einer Fremdanlieferung würde auch der Nachmittagsimbiss entfallen, der im heutigen Beitrag enthalten ist. Zudem sind die Eltern einen Vertrag eingegangen, den sie nicht so ohne weiteres lösen bzw. ändern können. Beim Kochen in den Kindergärten lernen die Kinder für das leben. Sie lernen, das die lila Kuh nicht auf der Wiese steht und das der Kartoffelbrei nicht nur aus der Tüte kommt. Neben allen Vorteilen für ein vitaminreiches essen hat auch das Kochen mit den Kindern seine Vorteile. Wenn sie sich immer darauf berufen, dass seitens des Landes keine Mittel mehr zur Verfügung stehen, dann müssen wir diese Mittel als freiwillige Leistungen der Stadt in den Haushalt einbringen. Wer für 50-60 Millionen DM ein Theater bauen will, ein Parkleitsystem für 700.000.— errichten lässt und für Gutachten mehrere Millionen ausgibt, der kann und darf sich erst recht nicht dieser im Verhältnis bescheidenen Leistung verweigern. Zu guter letzt: Wer zahlt, dem sollte auch das Recht zur Mitbestimmung eingeräumt werden. BfGT-Ratsfraktion Bürger für Gütersloh Nobby Morkes 15.11.2001 |