Tagesordnung

zur 8. Sitzung des SCHULAUSSCHUSSESS der Stadt Gütersloh

Ort: Ratssitzungssaal Raum-Nr. 705 - Datum: 13.11.2000, 17.00 Uhr

 

TOP

Beratungsgegenstand / Öffentliche_Sitzung

   

1

Genehmigung der Niederschrift vom 12.09.2000

 

OK – keine einwendungen

   

2

Schulstatistiken - Stand: 01.10.2000

 

vertagt auf die nächste sitzung (siehe anmerkung)

   

3

Haushalt - Kontrakt 2000

(TOP-THEMA)

 

1. lesung

   

4

lnvestitionsprogramm Planungszeitraum 2000 / 2003

 

vertagt auf die nächste sitzung (siehe anmerkung)

   

5

Gesamtschule 2

Fortsetzung der Beratung vom 12.09.2000

(TOP-THEMA)

 

9:6 GEGEN oberstufe

CDU, UWG + FDP stimmten gegen die oberstufe

SPD, GRÜNE und BfGT sprachen sich dafür aus

   

6

Betreuungsangebot ,,Grundschule von acht bis eins";

Antrag der Grundschule Heidewald vom 25.10.2000 auf Förderung einer Zweitgruppe

 

OK einstimmig ( siehe anmerkung)

   

7

Umfrage zur Ausstallung der Gütersloher Schulen mit Informations- und Kommunikationstechnik - Stand: Oktober 2000

 

vertagt auf die nächste sitzung (siehe anmerkung)

   

8

Mitteilungen der Verwaltung

 

keine

   

9

Verschiedenes

 

keine themen

 

ANMERKUNGEN

2

Schulstatistiken - Stand: 01.10.2000

 
Der BfGT fiel auf, dass das Städt. Gymnasium bei einer Schülerzahl von 1.218 nur 49 Klassen, das Ev. Stift. Gymnasium jedoch bei nur einem Schüler mehr gar 57 (!) Klassen zur Verfügung hat. Die Verwaltung konnte das noch nicht erklären, wird dieses aber hoffentlich zur nächsten Sitzung tun können.

6

Betreuungsangebot ,,Grundschule von acht bis eins";

Antrag der Grundschule Heidewald vom 25.10.2000 auf Förderung einer Zweitgruppe

Die UWG sieht die Zustimmung nur für dieses Jahr und wird einer Förderung in Zukunft nicht mehr gelten lassen, da die Eltern ja frühzeitig die Möglichkeiten hätten, ihre Kinder an dem Betreuungsangebot anzumelden. Die BfGT verwies darauf, dass es viele Gründe geben kann, warum Eltern dieses erst später tun können, z.B.: Zuzug, fam. Gründe wie z.B.: Mutter muss mitarbeiten etc.
TOP-THEMEN 13.11.2000

3

Haushalt - Kontrakt 2000

(TOP-THEMA)

Die BfGT stellte den Antrag, die Bestuhlung des Städt. Gymnasiums wieder in den Haushalt aufzunehmen. Wie bekannt ist, ist die Bestuhlung der Aula seit 30 Jahren nicht erneuert worden, wer heute eine Veranstaltung in der Aula besucht, hat das Gefühl, in einem Folterstuhl zu sitzen, die Bestuhlung ist sehr antik, unbequem, defekt und verschlissen. Die Gefahr, dass es zu Unfällen kommen kann, ist nicht auszuschliessen, denn von Gebäudeunterhaltung kann hier nicht die Rede sein. In einigen Jahren dürfte eine Schließung der Aula nicht mehr abzuwenden sei, um Personen zu schützen. Abgesehen davon sind die Kosten für ein Neubestuhlung innerhalb von 10 Jahren um mindestens 100.000 DM gestiegen, weil der Antrag jedes Jahr wieder aus dem Haushalt fliegt. Die Verwaltung prüft nochmals den Kostenaufwand, so dass dieser bei der nächsten Sitzung vorliegen wird. Die BfGT wird den mündlich gestellten Antrag schriftlich rechtzeitig zur nächsten SItzung einreichen.
 

IHRE MEINUNG / STELLUNGNAHME ist gefragt!!  

(klicken Sie und schreiben Sie uns eine Mail mit Ihrer Meinung)

 
die BfGT-fraktion wird auf einer SONDERSEITE / HAUSHALT 2001 ständig aktualisierte kommentare veröffentlichen und bittet die bürgerinnen und bürger schon jetzt, sich aktiv per e-mail an der diskussion zu beteiligen.

5

Gesamtschule 2

Fortsetzung der Beratung vom 12.09.2000

(TOP-THEMA)

Die einzelnen Argumente der Fraktionen dürften.inzwischen allen Beteiligten bekannt sein.

Aus diesem Grunde stellen wir auch ‚nur‘ die Rede von KARSTEN NIEKAMP, der die BfGT im Schul ausschuss vertritt, ins Netz.

An die Fraktionen der CDU,UWG und FDP in der 8. Sitzung des Schulausschusses vom 13.11.2000

Vor einiger Zeit haben Sie von der Verwaltung eine statistische Untersuchung verlangt, die den Bedarf für eine Oberstufe errechnen sollte. Die Verwaltung kam ihrer Bitte nach und hat mit einem Riesenaufwand diese Bedarfsberechnung erbracht. Die Zahlen sprechen eindeutig für eine Oberstufe, die Verwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass die Oberstufe erforderlich ist und das erste, was Sie taten, war, diese Zahlen in Frage zu stellen.

Vor einigen Wochen haben Sie im Rat verlangt, dass die Stadt zukünftig einige Millionen einsparen muss, Sie haben dahingehend meine vollste Unterstützung, da, wo gespart werden

kann, muss auch gespart werden.

Aber was Sie jetzt unter Beweis stellen, ist die Tatsache, Steuergelder verschwendet zu haben, denn ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Sie jemals die Absicht hatten, auch wenn die Zahlen noch so deutlich gewesen wären, für die Oberstufe zu stimmen.

Damit aber nicht genug, Sie haben ja bereits in der hiesigen Tagespresse bekannt gegeben, so lange zu blockieren, wie nur möglich, nein Sie würden sogar ein gerichtliches Verfahren in Kauf nehmen, was auch nur wieder eine Steuergeldverschwendung bedeuten würde, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass selbst ein Gerichtsverfahren die Oberstufe kippen könnte.

Aber nun zum eigentlichen Thema, ich bin ein Idealist, ich sitze für die BfGT im Schulausschuss, weil ich für alle Kinder hier in Gütersloh etwas tun möchte, egal aus welcher Schicht sie kommen, egal ob sie Deutsche oder anderer Nationalitäten sind. Ich sitze hier, nicht weil sonst niemand da war, sondern weil ich es wollte, weil es für mich wichtig ist, allen Schülern Chancengleichheit zu garantieren und nicht, um die Klassengesellschaft noch mehr zu untermauern.

Ich gehe davon aus, dass keines Ihrer Kinder eine Gesamtschule besucht oder besuchen wird, denn sonst würde es wohl nicht zu so einer Entscheidung kommen, Sie würden ihrem Kind ganz bestimmt nicht die Möglichkeit nehmen, dort das Abitur zu machen.

Aber glauben Sie denn wirklich, eine Gesamtschule muss sich nicht an Richtlinien halten, glauben Sie denn wirklich, an einer Gesamtschule können auch Schüler ihr Abitur machen, die sonst nicht einmal ihren Hauptschulabschluss schaffen? Wir schreiben das Jahr 2000 und Sie sind immer noch der Meinung, das Abitur müsse den Gymnasien vorbehalten sein, damit auch ja nicht unsere Elite verloren geht. Wachen Sie auf, an einem Gymnasium gibt es genauso viele intelligente und dumme Schüler wie an einer Realschule oder einer Hauptschule.

Hat sich eigentlich einer von Ihnen einmal mit einer Schülerin oder einem Schüler der Gesamtschule 2 über die zukünftigen Schulmöglichkeiten unterhalten oder gar über die Chancengleichheit? Haben Sie sich einmal mit den Eltern der Schüler über ihre Ängste und Sorgen unterhalten und was es für sie bedeutet, dass ihre Kinder an der Gesamtschule 2 kein Abitur machen können?

Sie sind Eltern und nennen sich Politiker und tun doch alles, den sogenannten Spätstartern die Chance zu nehmen, ihr Abitur zu machen, sagen Sie mir jetzt bitte nicht, dass man ja auch noch von der Realschule oder von der Hauptschule zum Gymnasium wechsel kann, wie viele Schüler das im Jahr schaffen, können wir uns wohl selbst ausrechnen, ganz viele sind es nicht.

Daher bitte ich Sie, gehen sie einmal weg von Ihren ideologischen Gründen, denken Sie einmal an die Eltern, die sich eine bessere Schulausbildung für ihre Kinder wünschen, denken Sie einmal an die Kinder, denen Sie diese Möglichkeit nehmen wollen.

Heute haben Sie die einmalige, vielleicht sogar historische Chance, eine Entscheidung Ihres Herzens zu treffen, für die Kinder und nicht gegen die Kinder, ich bitte Sie deshalb im Namen der Kinder und Eltern, stimmen Sie für die Oberstufe an der Gesamtschule 2.

 

IHRE MEINUNG / STELLUNGNAHME ist gefragt!!  

(klicken Sie und schreiben Sie uns eine Mail mit Ihrer Meinung)

 
Die Top’s der NICHTÖFFENTLICHEN Sitzung sind aus verständlichen Gründen nicht aufgeführt. Sollten SIE Vorschläge und Anregungen zu diesen Themen haben – schicken SIE uns eine e-Mail oder rufen SIE uns an. Schreiben SIE uns, worum sich die BfGT kümmern soll und welches Thema wir in IHREM Interesse  anpacken sollen. Alles können wir schließlich auch nicht wissen.........
 
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am 12. DEZEMBER 2000