Tagesordnung / Ergebnisse

zur 20. Sitzung des Kulturausschusses der Stadt Gütersloh
Datum: 16.01.2003, 17.00 Uhr - Ende: 18.56 Uhr

 
TOP

Beratungsgegenstand / Öffentliche_Sitzung

   

1

Einwendungen gegen die Niederschrift der letzten Sitzung

Keine

2

Haushalt 2003 - Kontrakt Fachbereich Kultur

1. Lesung - siehe TOP-THEMA - BfGT Antrag zur Rücknahme der Kürzungen -  Endgültige Beschlüsse werden in der Sitzung vom 13.02. gefasst

3

Haushalt 2003 - Kontrakt Fachbereich Volkshochschule

1. Lesung - Kürzungen in Höhe von ca. 17% - FDP kündigt Antrag an, dass VHS nur noch Kurse anbieten soll, die auf gesetzlicher Basis beruhen

4

Haushalt 2003 - Kontrakt Fachbereich Kultursekretariat NRW Gütersloh
OK - Einstimmig

5

Antrag der BfGT-Fraktion: Prüfung der Renovierungs-Erweiterungsmöglichkeiten der Paul-Thöne-Halle
  CDU, SPD und FDP lehnten den Antrag ab - GRÜNE, UWG und BfGT stimmten für die Prüfung. Der Beigeordnete Herr Wimmer zog den Antrag ins Lächerliche, in dem er eine Wunschliste aus dem Jahre 1959 verteilen lies, in der bereits ein Theaterneubau mit 1.000 Plätzen gefordert wurde. Die BfGT kritisierte das Verhalten Wimmers und monierte, warum stattdessen nicht die Vorlage aus dem Jahre 1987, die konkrete Renovierungspläne mit Kostenangaben (DM 4 Mio) darstellt, den Ausschussmitgliedern zu gängig gemacht wurde. Einzelheiten zur Renovierung:

http://www.bfgt.de/bfgtantrag/index.htm

http://www.bfgt.de/bfgtbuergerinfo/index.htm 

Wimmer kündigte jedoch für die nächste Sitzung einen "Zustandsbericht" an

6
Mitteilungen der Verwaltung
  Keine
7
Verschiedenes
 
CDU kündigt Antrag zur Gründung einer Kulturstiftung an. 
 
Die Top's der NICHTÖFFENTLICHEN Sitzung sind aus verständlichen Gründen nicht aufgeführt. SIE möchten mehr über die o.a. Sitzung erfahren? Kein Problem! Selbstverständlich stellt Ihnen die BfGT auch die Vorlagen, Berichte und Informationen aus der o.a. Sitzung zur Verfügung. Ebenfalls können Sie das Protokoll bei uns anfordern. Sollten SIE Vorschläge und Anregungen zu diesen Themen haben - schicken SIE uns eine e-Mail oder rufen SIE uns an.Schreiben SIE uns, worum sich die BfGT kümmern soll und welches Thema wir in IHREM Interesse anpacken sollen. Alles können wir schließlich auch nicht wissen......... Wir sind für SIE da, wenn SIE uns brauchen!
 
nächste KULTURAUSSCHUSSSITZUNG
am 13. Februar 2003
TOP-THEMA Haushalt 2003 - Kontrakt Fachbereich Kultur

1. Lesung. Kürzungsvorschläge von 13% beim Heimatverein und der Kreismusikschule. Streichung des Etats zum Ankauf von Kunstwerken Gütersloher Künstler. Theaterausstellungen werden gestrichen. Theaterveranstaltungen werden reduziert. Städtischen Musik- und Heimat-Vereinen müssen mit Kürzungen bis zu 17% rechnen. Dem Gütersloher Kammerorchester wurde auf Antrag von SPD und CDU die Zuschüsse um mehr als 50% gekürzt und ab dem Jahr 2004 ganz gestrichen. BÜNDNIS 90/GRÜNE unterstützen den Antrag. BfGTund UWG votierten dagegen.

Die BfGT stellte zu Beginn der Debatte folgenden Antrag:

Die BfGT Fraktion beantragt die Rücknahme der Kürzungen in folgenden Bereichen: 

KULTUR

 ·         Die Anzahl der Theaterveranstaltungen beizubehalten

 Zuschüsse sonstige Musikpflege:

 ·         Städt. Musikverein Gütersloh / Bachchor Gütersloh / Jugendmusikkorps Avenwedde / Junge Sinfoniker e.V.

 ·         Jugendförderung in musiktreibenden Vereinen / Kulturfonds / Gütersloher Kammerorchester

 ·        Langenachtderkunst

 Zuschüsse Heimatpflege:

 ·         Kulturkreis Isselhorst / Heimatstube Isselhorst / Heimatverein Gütersloh (Herausgabe der Heimatzeitschrift)

  •  Heimatverein Avenwedde / Heimatverein Spexard / Heimatbund

 sowie 

Ankauf Kunstwerke Gütersloher Künstler

Als Deckungsvorschlag beantragt die BfGT Fraktion 

die Veranstaltungsreihe NEUE MUSIK nur noch jedes 2. Jahr durchzuführen und die  maximale Eigenleistungen der Stadt auf  75.000 € zu reduzieren. 

Begründung: 

Allgemein ist bekannt, dass die Konzerte der Reihe NEUE MUSIK zumeist vor halbleeren Stuhlreihen stattfinden und etliche Zuschauer sogar noch nach der pause die Konzerte verlassen. 

Ein eingespielter Verlust von über DM 375.000.—  (MESSIAEN DM 181.745,31  / LIGETI  DM 193.693,09 ) (incl. DM 55.000.— Fördermittel) im Jahr 2000 und DM 355.562,36 in 2001 (KURTAG DM 103.528,69 / ZENDER DM 109.309,05 und HENZE DM 142.724,62 (incl. ca. 125.000.— Fördermittel und Sponsorengelder) ist somit vor den Gütersloher Bürgerinnen und Bürger nicht mehr zu rechtfertigen. Die Verluste in der Spielzeit 2001/2002 dürften in ähnlicher Höhe liegen.  

Wenn die Verwaltung argumentiert, dass Konzertbesucher durch diese Veranstaltungsreihen an die moderne Musik herangeführt werden sollen, um Neuentwicklungen und Strömungen kennen zu lernen, dann wird das Ungleichgewicht in der Behandlung von Musik- und Sprechtheater im Programmangebot besonders deutlich. Dem Publikum werden experimentierfreudige Stücke aus angeblich mangelnder Resonanz vorenthalten bzw. nicht mehr angeboten.  

An den Zuschauerzahlen der Reihe NEUE MUSIK ist deutlich zu erkennen, dass hier erst recht nicht die Resonanz der Öffentlichkeit vorhanden ist und das Angebot somit zu reduzieren ist. 

Über den Haushalt sowie den BfGT Antrag wird abschließend in der Sitzung am 13.02. beschlossen.