31. NEWSLETTER – 3. KW – 16.01.2003
Die BfGT möchte Sie heute mit einem EXTRA-NEWSLETTERinformieren und übersendet Ihnen zum Beginn des Jahres 2003 den 31. NEWSLETTER. Guten Abend, zusammen und obwohl es schon wieder fast 3 Wochen alt ist: Ein FROHES, GESUNDES NEUES JAHR. BÜRGERBEGEHREN gegen den THEATERneubau - BfGT setzt zum ENDSPURT an Im März 2003 soll der Vorhang für ein neues Theater entweder aufgehen oder fallen. Die Entscheidung rückt näher und die Gremien werden sich in den nächsten Sitzungen neben den Haushaltsberatungen auch mit den Plänen und Kosten des Theaterneubaus auseinandersetzen. Aus diesem Grunde setzt die BfGT jetzt zum Endspurt an. Ca. 4.500 Unterschriften sind notwendig, um einen Bürgerentscheid herbeizuführen, der jedem wahlberechtigten Gütersloher (ab 16) die Möglichkeit gibt, persönlich zu entscheiden, ob trotz der Finanzkrise ein neues Theater gebaut werden soll. Bis heute trugen sich 3.098 Gütersloher Bürgerinnen und Bürger in die Unterschriftslisten ein. Über 65% haben bereits unterschrieben. Fast 38.000 Haushalte erhalten ab zum Wochenende unsere Unterschriftenlisten zum Bürgerbegehren gegen den geplanten Theaterneubau. Wir wollen abschließend informieren und die Bürger aufklären, was uns ein neues Theater wirklich kostet. Die Behauptung des Fördervereins sowie der Verwaltung, Folgekosten auf dem gleichen Stand zu halten, kann nicht der Wirklichkeit entsprechen. Daten, Zahlen, Fakten sowie Berechnungen und Beispiele finden Sie auf unserer Homepage. Insgesamt: ca. 30 Mio € (mit Umfeldgestaltung und Parkpalette) soll uns der Theaterneubau kosten. Von den Folge- und Betreiberkosten ganz zu schweigen. In allen Bereichen wird drastisch gekürzt, Quer durch alle Bereiche: Kultur, Sport und Schulen, Soziales und Jugend, Umwelt, Bau und Verkehr – um nur einige zu nennen. Steuern und Gebühren werden auch auf kommunaler Ebene erhöht. 1,6 Mio € wird der Bürger in diesem Jahr mehr an die Stadt entrichten müssen. Nach Angaben der Verwaltung belaufen sich die Schulden per 31.12.2002 auf ca. 120 Mio €. Die Zinsbelastung 2002 wird mit knapp 5,5 Mio € angegeben. Es ist geplant, weitere Kredite in Höhe von ca. 9,6 Mio € aufzunehmen. Für das Jahr 2004 sieht der Kämmerer eine Gesamtfinanzierungslücke im städtischen Haushalt in Höhe von 9,4 (!) Mio € aus (Stand per: 15.01.2003 !) Trotz allem wird aber unverändert am Theaterneubau festgehalten. 10,2 Mio € sind schon bereitgestellt, für die Folgejahre sollen weitere 19 Mio € als Verpflichtungsermächtigungen genehmigt werden. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung und entscheiden Sie mit Ihrer Stimme! Können wir uns trotz der Finanzkrise und der damit verbundenen Steuer- und Abgabenerhöhungen sowie den drastischen Kürzungen in allen Bereichen zur Zeit einen Theaterneubau leisten? Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Entscheidung. Vergleichen Sie, rechnen Sie nach! Rufen Sie uns oder senden eine e-Mail, wenn Sie weitere Fragen haben oder zusätzliche Auskünfte wünschen. Der Endspurt wird mit flankierenden Maßnahmen begleitet. Plakate in allen Ortsteilen, Infostände in der Innenstadt (25.01., 01.+ 08.02). Bürgersprechstunden zum Thema. Eine Informationsveranstaltung ist für Ende Januar vorgesehen. In der heutigen KULTURAUSSCHUSSsitzung wurde der BfGT Antrag zu Renovierungs- / Erweiterungsmöglichkeiten der Paul-Thöne-Halle mit Stimmenmehrheit von CDU und SPD abgelehnt. GRÜNE und UWG stimmten unserem Antrag. Inhalt: "Bevor einem Theaterneubau der Vorzug gegenüber einer umfassenden und auch möglichen Renovierung eingeräumt wird, ist es dringend erforderlich, sämtliche Möglichkeiten auszuloten und zu überprüfen, ob durch eine Renovierung nicht ebenfalls das gewünschte Ergebnis der verbesserten Funktionsfähigkeit und besucherfreundlichen Nutzung erreicht werden kann" Den nächsten NEWSLETTER mit dem Wochenrückblick erhalten Sie am kommenden Montag, dem 20.01. und auch ROLAND von ZAHL wird seinen ersten Kommentar im neuen Jahr ins Netz stellen. Machen Sie es gut, ein angenehmes Wochenende. In diesem Sinne mit besten Grüßen Wir
sind für Sie da, wenn Sie uns brauchen. BfGT - Bürger für Gütersloh
e.V. Stand: 16. Januar 2002 Es waren leider keine guten Nachrichten, die wir Ihnen mit dem letzten NEWSLETTER diesen Jahres übermittelten. Schrieben wir noch vor wenigen Tagen, dass wir uns zum Thema Theaterneubau jeden weiteren Kommentar ersparen, können und werden wir jetzt nicht mehr tatenlos zusehen. Die BfGT hat mit heutigem Schreiben an den Kämmerer und die Bürgermeisterin beantragt, folgende Auskunft zu erteilen: In den Haushalt 2003 eingestellt und bisher nicht gekürzt sind über 3 Millionen € für den Theaterneubau – weitere 19 Millionen sind als Verpflichtungsermächtigung ausgewiesen. Wohlwissend und bereits angekündigt, dass im Jahre 2004 weitere Einnahmeverluste von mindestens 3 Millionen € bevorstehen, hat die Verwaltung bereits heute über 7,2 Millionen für 2004 bereit gestellt. Wir beantragen Auskunft,
AUSSCHÜSSE - Vorschau Die erste Sitzung (HAUPTausschuss) im neuen Jahr findet am 13.01. statt. Am 14. tagen der SCHUL- und GRUNDSTÜCKSausschuss, am 16. der KULTURausschuss, in dem über den BfGT Antrag zu Renovierungs- / Erweiterungsmöglichkeiten der Paul-Thöne-Halle unter Einbeziehung vorhandener Unterlagen und Ausarbeitungen beraten wird. IN EIGENER SACHE Der nächste NEWSLETTER erscheint voraussichtlich am 20.01. und wird über die o.a. Ausschüsse berichten. Sollte bis dahin auf der kommunalpolitischen Ebene etwas außergewöhnliches stattfinden, werden wir sie natürlich informieren. Trotz der schlechten Nachrichten und nicht gerade positiven Ausblicke für das kommende Jahr wünschen wir Ihnen ein ruhiges und friedvolles Weihnachtsfest. Zwischen den Feiertagen einige Tage der Entspannung, Zeit für sich selbst und die Familie. Erholen Sie sich von den Anstrengungen der letzten Wochen und tanken Sie Kraft und Energie, für die Aufgaben, die Anfang des neuen Jahres auf uns alle warten. FROHE WEIHNACHTEN und ALLES GUTE für 2003. In diesem Sinne mit besten Grüßen nobby morkes BfGT - Bürger
für Gütersloh e.V. Sollten Sie mit unserem Informationen zufrieden sein, würden wir uns freuen, wenn Sie unsere Seite oder auch unseren NEWSLETTER weiter empfehlen. Verwendung und weitere öffentliche Verbreitung der Informationen – auch auszugsweise – nur mit Quellenangabe des BfGT-NEWSLETTERS. |