Nobby Morkes:

Kommentar zur möglichen NICHTbebauung des Rathausvorplatzes

Chance für den Platz der Bürger

Haben die Bürger für Gütersloh erneut ein großes Bauvorhaben verhindert? Sorgen die BfGT mit ihrem "Widerstand gegen geplante Großneubauten" in unserer Stadt langsam für Tristesse?

Ein klares und deutliches NEIN an diejenigen, die jetzt den Schwarzen Peter den BfGT zuschieben wollen. Sie haben weder das Bauvorhaben verhindert, noch sorgen sie für Traurigkeit und Schwermut. Seit Beginn der Diskussionen vor ca. 3 Jahren vertreten sie konsequent Ihre Meinung, dass der Platz als Platz erhalten, nicht bebaut und die oberirdischen Parkplätze beibehalten werden sollen.

Wenn jetzt CDU und SPD ihre Meinung geändert haben und sich teilweise den immer wieder vorgetragenen Bendenken und Einwändugen seitens des Einzelhandels und der Bürgerschaft anschliessen können, ist das lobenswert. Auch die Verwaltung hat eine Kehrtwendung vollzogen. Und auch hier gilt: Hut ab und Kompliment. Vor wenigen Wochen sah es noch anders aus. Wenn die Verwaltung erkennt, dass eine Bebauung doch mit erheblichen Risiken verbunden ist, der Investor keinen "Frequenzbringer oder Magneten" finden konnten, ist es Gott sei Dank nicht zu spät. Wenn man jetzt jedoch liest, dass das Triumvirat (Verwaltung, CDU und SPD) mit ihrer Absage an das derzeitige Nutzungskonzept konsequent gewesen wäre, sollte man vielleicht in Protokollen und Presseerklärungen nachlesen. Es dürfte sich lohnen.

Die BfGT wollen einen Platz behalten, einen Platz der zum Verweilen einlädt, der Möglichkeiten zum Feste feiern gibt. Einen Platz, der mit Bäumen bepflanzt, die Gelegenheit bietet, sich auf Bänken im Schatten niederzulassen und z. B. in Ruhe die Zeitung zu lesen. Die Bürger möchten einen Platz behalten und kein Plätzchen bekommen. Möglich ist das auch in Verbindung mit der Beibehaltung der oberirdischen Parkplätze.

Wer das bezahlen soll? 1,8 Millionen sind im Haushalt der Stadt für die Arrondierung des Platzes vorgesehen. Weitere 600.000 € für Maßnahmen im Umfeldbereich. Das dürfte bei Weitem ausreichen. Die Planer der Stadt sollten die Gelegenheit nutzen, über einen neuen, schön gestalteten Bürgerplatz nachzudenken.

nobby morkes

Der Kommentar spiegelt nicht unbedingt die Meinung der BfGT wieder.