VIELE HUNDE SIND DES HASEN TOD

(Politik jagt Stadtmarketing)

Wer sind die Hunde, wer der Hase? Beim politischen HickHack um das Gütersloher Stadtmarketing sind die Rollen klar verteilt:

Auf der einen Seite die Politiker, die sich aus unterschiedlichen Gründen immer und immer wieder einmischen, obwohl sie vom Halali des Jagens absolut keine Ahnung haben und zudem sehr oft den falschen Ton treffen. Auf der anderen Seite der Geschäftsführer der Marketing GmbH, der es nicht verstanden hat, der jagenden Meute im wahrsten Sinne des Wortes den Spiegel vors Gesicht zu halten und die richtigen Haken zu schlagen.

Politik ist des Stadtmarketings Tod. Gekränkte Eitelkeit bei den Sozialdemokraten veranlasst sie auf Teufel komm raus loszuschlagen, wo immer es geht. Selbstüberschätzung und die Gier nach politischem Erfolg bei CDU und den GRÜNEN. Sie hätten ihre Meute hätte besser trainieren lassen sollen, als das Rennen unvorbereitet und in Kinderschuhen steckend zu beginnen.

Auch die drei anderen kleinen Fraktionen melden sich zu Wort: stimmte die UWG einst dafür, ist sie jetzt dagegen. Warum lässt sie offen. Die Liberalen wissen nicht so Recht was sie wollen und die Bürgervertreter der BfGT sind der Meinung, dass das Ganze längst nicht ausgegoren und in dieser Form nur eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ist.

Eins ist klar - die hechelnde Meute wollte den Hasen jagen. Wohin schien eigentlich niemand der laut Kläffenden so richtig zu wissen. Die Meute wollte ihn antreiben, wollte mit ihm spielen, um ihn zuguter Letzt als Trophäe ihres eigenes Erfolges präsentieren zu können. Das der Hase dabei auf der Strecke bleiben würden, schien der Meute egal oder vielleicht gar nicht bewusst zu sein.

Nun ist der Hase tot, die Meute abgeschlafft und niedergeschlagen. Wie geht es weiter - wann kommt der nächste Hase, wann wird die Meute mit Kraftfutter versorgt, um das Spiel wieder von vorne zu beginnen. Vor allem - wer soll die dafür notwendigen Aufbaumittel besorgen?

Unsere Bürgermeisterin täte gut, die Spielregeln zu überarbeiten und ein neues Rennen zu starten. Allen Teilnehmern sollte sie jedoch zur Bedingung machen, vorab intensiv zu trainieren, denn weitere Hindernisläufe dieser Art würden ebenso viele Stürze in den Wassergraben mit sich bringen. Und welcher Hund fühlt sich schön wohl, wenn er laufend in den Graben fällt?

Roland von Zahl

19. Januar 2004

Der Kommentar spiegelt nicht unbedingt die Meinung der BfGT wieder.