| Medien-Info: Antwort auf die Stellungnahme der Stadt Gütersloh vom 13.06. zur Vorstellung von Plänen zum Umbau der Paul-Thöne-Halle. Mit großem Erstaunen nehmen wir die Stellungnahme, die ebenfalls an die Fraktions-vorsitzenden der im Rat vertretenen Parteien übermittelt wurde, zur Kenntnis. Die BfGT war immer bemüht, eine sachliche und faire Informationspolitik zu betreiben. Daten, Zahlen und Fakten sollten die Bürgerinnen und Bürger ungeschminkt über das Projekt informieren. Ausführliche Erläuterungen und Kommentierungen von Verwaltungsvorlagen wurden seit Beginn des Bürgergehrens auf unserer Homepage veröffentlicht. Obwohl die Theaterneubaubefürworter eine andere Umgangsform wählten, sind die Argumentationen der BfGT immer sachlich und nüchtern vorgetragen worden. Veröffent-lichungen von Zahlenmaterial (Schuldenstand, Zinszahlungen etc.) sind im Vorfeld mit der Verwaltung abgestimmt worden. Die Veröffentlichungen entsprechen den Angaben der Verwaltung. Die am Freitagnachmittag eilig versandte Stellungnahme der Stadt Gütersloh ist um so unverständlicher, weil die Aussagen der Herren Löhr und Wimmer nur ein Ziel verfolgen: ein schlechtes Licht auf die Umbaupläne zu werfen. Wer von einem "beschränkten Ausbau des Bühnenhauses,
Schönheitsreparaturen im Zuschauerraum oder anderem Flickwerk"
Gegenüber den beteiligten Fachleuten (die IBW-Kulturtechnik, Herr Dipl.-Ing. Heinrich Wicz-kowiak, Recklinghausen gehört zu den renommiertesten Büros für Theatertechnik in der Bundesrepublik - Referenzliste als Anlage) sind diese unqualifizierten Äußerungen ein ,Schlag ins Gesicht ! Dass sich die Dezernenten Wimmer und Löhr - ohne Rücksprache mit den Ausführenden der Planungen - in Verteidigung ihrer Positionen zum Theaterneubau auf ein derartiges Niveau begeben, ist absolut unverständlich ! Es handelt sich auch nicht um "öffentlichkeitswirksame Patentlösungen, die in letzter Minute aus dem Hut gezaubert worden sind" (Zitat Ansgar Wimmer), sondern um seriöse und fachliche Planungen und Berechnungen ! Die Untersuchungen und Prüfungen seitens der Verwaltung sind einseitig durchgeführt worden und hatten nur das eine Ziel: Theaterneubau ! Alternativen wurden bedauerlicherweise bis auf das Jahr 1987 nie ernsthaft in Erwägung gezogen ! Der Antrag der BfGT vom 26.11.2002 Die Renovierungs- / Erweiterungsmöglichkeiten der Paul-Thöne-Halle unter Einbeziehung vorhandener Unterlagen und Ausarbeitungen zu überprüfen und dem Ausschuss eine entsprechende Kostenaufstellung / Kalkulation vorzulegen wurde in der Kulturausschuss vom 16.01.2003 von der politischen Mehrheit abgelehnt, von der Verwaltung sogar ins Lächerliche gezogen. "CDU, SPD und FDP lehnten den Antrag ab - GRÜNE, UWG und BfGT stimmten für die Prüfung. Der Beigeordnete Herr Wimmer zog den Antrag ins Lächerliche, in dem er eine Wunschliste aus dem Jahre 1959 verteilen lies, in der bereits ein Theaterneubau mit 1.000 Plätzen gefordert wurde. Die BfGT kritisierte das Verhalten Wimmers und monierte, warum stattdessen nicht die Vorlage aus dem Jahre 1987, die konkrete Renovierungspläne mit Kostenangaben (DM 4 Mio) darstellt, den Ausschussmitgliedern zugängig gemacht wurde." Das angebliche Befremden der Verwaltung ist ebenfalls unverständlich. Die BfGT suchte immer den Dialog mit der Verwaltung. Unsere Anträge sowie der Schriftverkehr mit den zuständigen Dezernenten können dies zweifelsfrei belegen ! An der intensiven Begehung der Paul-Thöne-Halle am 24.03. nahmen neben mehreren Architekten und Fachingenieuren auch Vertreter der Verwaltung teil: U.a. Herr Wimmer, Herr Buschmann (Leiter Bauordnung), Herr Klemme, Herr Grundmeier (FB Hochbau). Zwischen Architekten und Fachleuten auf der einen sowie den in diesem Thema sachkundigen Mitabeitern der Verwaltung gab es während der Begehung einen ständigen Informationsaustausch. Ebenfalls stellte die Verwaltung die kompletten Pläne der Paul-Thöne-Halle zur Verfügung. Wenn die Stadt Gütersloh es ablehnt, die beteiligten Planer und Architekten zu den Einwohnerversammlungen zu laden, spricht dies eine deutliche Sprache, in welche Richtung die Verwaltung tendiert. Obwohl Prof. Friedrich bereits mehrmals seine Ausarbeitungen der Politik öffentlich vorstellte, ist er erneut eingeladen worden, um die Neubaupläne ein weiteres Mal zu präsentieren. Die alternativen Lösungsvorschläge sind nicht erwünscht ! Die BfGT hat kein Finanzierungskonzept vorgelegt ! Die Zahlenangaben zur Finanzierung sind den Vorschlägen des Fördervereins sowie der Verwaltung entnommen und bewusst niedriger angesetzt worden. Hier sollte anhand der vorliegenden Zahlen aufgezeigt werden, dass es möglich sei, für einen Umbau keine weiteren Kredite aufzunehmen. Die Lösung der Finanzierung ist letztendlich die Aufgabe der Verwaltung. Die Ausarbeitungen bieten eine kostengünstige Alternative zum geplanten Theaterneubau. Den Ausführenden ging es hauptsächlich darum, den Wünschen und Anforderungen an eine neue Spielstätte gerecht zu werden und mit einem möglichst geringen Kostenaufwand die Fortführung und Weiterentwicklung der Theater- und Konzertveranstaltungen auf hohem Niveau in Gütersloh zu sichern Die Bürger können am 29.06. entscheiden, welche Lösung sie bevorzugen. BfGT - Bürger für Gütersloh e.V. / Stand: 16. Juni 2003
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