GASTKOMMENTAR IM WESTFALENBLATT 22.09.2004BlessenstättenTheater Seit Jahren fordern die Gütersloher ein neues Theater, mindestens jedoch die Verbesserung der Spielsituation. Seit Jahren fordern sie auch die Öffnung der Blessenstätte. Beide Themen erbittert diskutiert, hart umkämpft. Die überwältigende Mehrheit der Bürger wollte keinen Neubau. Es ist davon auszugehen, dass eine ebenso große Mehrheit im angelaufenen Bürgerbegehren die Freie Fahrt in alle Richtungen fordert. Im neuen Rat könnten beide Wünsche endlich erfüllt werden. Der Umbau der Paul-Thöne-Halle zu einer multifunktionell zu nutzenden Spielstätte in Verbindung mit der Stadthalle, die u. a. auch über den Kreuzungsbereich Blessenstätte angefahren werden könnte. Der neue Rat sollte schnellstmöglich darüber entscheiden. Das Bürgerbegehren wird die Vorlage dazu liefern. Wenn die Parteien, die sich wenige Tage vor der Wahl für die Öffnung ausgesprochen haben, auch wirklich Wort halten, dürfte das Ende der umstrittensten Verkehrsführung in Gütersloh nur noch eine Frage der Zeit sein. Dasselbe gilt für das Theater. Alle Parteien beklagen die nicht gerade guten Aufführungsmöglichkeiten in der Stadthalle. Der neue Rat sollte deshalb aus Vernunft handeln und nicht aus gekränkten parteipolitischen Eitelkeiten verhindern. Die Beckmann / Wiszcowiak-Pläne sind umsetzbar, für die Öffnung der Blessenstätte dürften als Minimallösung die Umschaltung der Ampelanlage, das Entfernen einiger Verkehrsschilder sowie das Aufmalen der neuen Verkehrsrichtungen ausreichen. Beide Lösungen - von der derzeitigen politischen Mehrheit nicht gewollt, von den Bürgern jedoch bevorzugt - würden die Attraktivität unserer Stadt erhöhen. Für uns alle wäre es von Vorteil, wenn die Politiker aller Parteien im Interesse unserer Stadt in Zukunft mehr auf die Stimme der Bürger hören würden. Nobby Morkes 22. September 2004 |