Name: Nobby Morkes Geburtsdatum und -ort: 24.08.1951 — Bad Segeberg Beruf: Kultur- und Eventmanager Familienstand: verheiratet Kinder: 2 (Lara — 4 — und Felix — 8 —) Hobbies: Familie, Zuhause, Musik Ihr Lebensmotto: Für alle Bereiche: Lieber miteinander als alleine - Keine Hektik - Nicht sich selbst, sondern die Themen, um die die es geht, wichtig nehmen. Wann sind Sie in die Partei eingetreten, für die Sie jetzt kandidieren? Die BfGT wurde aufgrund meiner Initiative im Mai 1999 als Verein gegründet. Seitdem bin ich auch Mitglied. Warum halten Sie den Bürgermeisterposten in Gütersloh für erstrebenswert? Weil die Bürger dadurch eine Garantie zur Mitbestimmung erhalten würden. Der Bürgerentscheid gegen den Theaterneubau und das Bürgerbegehren zur Öffnung der Blessenstätte stellen dies unter Beweis. Kandidieren werde ich zwar im Rahmen der Bürgermeister-Wahl, doch wird der Titel bei einem erfolgreichen Ausgang für mich nur auf dem Papier stehen ... ... die Bürger wollen keinen Meister, sie haben genug Lehrjahre hinter sich — die Bürger wünschen sich jemanden, der sie vertritt und der ihre Interessen verwaltet. Ich möchte nicht ihr Meister, sondern ihr Vertreter werden” Was sind die drei vorrangigsten Projekte in Gütersloh, für die Sie sich zuerst einsetzen werden? Öffnung der Blessenstätte Umbau der Paul-Thöne-Halle Intensivierung der Bürgerbeteiligung Was ist an Gütersloh liebenswert? Die Wohnqualität - die vorhandenen, aber noch zu erweiternden Grünanlagen und Freiräume - dass wir keine Großstadt sind, alles relativ gut erreichbar und überschaubar ist. Was ist an Gütersloh verbesserungswürdig? Bereiche der Verwaltung, etliche Straßen, Errichtung von Schutzzonen in Bezug auf weitere Mobilfunksendeanlagen, die Einbeziehung und vor allem Mitbestimmung der Bürger bei Planungen größerer Projekte und Ausweisung von großflächigen Gewerbeflächen, das Verständnis der Politik für Anregungen und Probleme der Bürger, die ÖPNV-Anbindung von Orteilen an die Innenstadt, Verbesserung der Spielplatzsituation z. B. am Wachtelweg und Brucknerstr., Errichtung eines Bürgerhauses in Friedrichsdorf, weniger Entscheidungen hinter verschlossenen Türen Ein kurzes Statement zu Gütersloher Themen: 1. Theater der Stadt: Statt 30 Millionen € plus bis heute weiterhin unbekannter Zusatzkosten für einen überdimensionierten Neubau auszugeben und damit die Schuldenlast der Stadt weiter zu erhöhen, besteht durch den Beckmann- / Wiczkowiak Entwurf die Möglichkeit, eine auf die Bedürfnisse unserer Stadt konzipierte multifunktionale Spielstätte zu errichten. Für 1/3 der geplanten Summe (10 Millionen €) würden Räumlichkeiten entstehen, die mit ihren modernsten technischen Möglichkeiten in kooperativer Zusammenarbeit mit der Stadthalle die besten Voraussetzungen für die Bereicherung unseres Kultur- und Veranstaltungslebens schaffen können. Finanzierung durch private Investoren. 2. A 33 (Lückenschluss, besonders Bedeutung für Bürger in Friedrichsdorf). Die Anhörungsphase der A 33 ist beendet. Noch in diesem Jahr soll das Erörterungs-, in 2005 das Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Zum möglichen Baubeginn gibt es seitens der zuständigen Landesbehörde "Straßen NRW" noch keine Auskunft. Ein vorliegendes Gutachten besagt, dass die schon jetzt vorhandene Verkehrsbelastung in Friedrichsdorf durch die geplante Abfahrt enorm ansteigen würde. Der Bau einer Umgehungsstraße wäre somit dringend erforderlich. Ich würde mich persönlich beim zuständigen NRW-Verkehrsminister dafür einsetzen. 3. Flughafen Gütersloh: Unsere Stadt benötigt weder einen Zivil- noch einen Militär-Flughafen. Die Flughäfen Paderborn und Münster-Osnabrück sind schnell zu erreichen, zudem soll Bielefeld-Windelsbleiche ausgebaut werden. Die von den britischen Streitkräften nicht benötigten Flächen könnten abgetrennt und erworben werden, um Gewerbefläche auszuweisen. Unser Antrag zur Aufnahme von entsprechenden Verhandlungen aus dem Jahre 2001 ist einstimmig angenommen worden. 4. Naherholungsgebiet Avenwedder See: Grundsätzlich ist jedes neue Naherholungsgebiet in unserer Stadt begrüßenswert. Wir sollten jedoch realistisch und vor allem auch ehrlich bleiben. Seit Jahren wird der Baggersee in Blankenhagen favorisiert. Ein Ankauf des Geländes und die damit verbundene Umsetzung des Vorschlages wird in den Wahlprogrammen fast aller Parteien befürwortet. Auch von der CDU. Der Agendapark Nord (nur wenige Minuten von Avenwedde entfernt) steht auf der Prioritätsliste. Die finanziellen Mittel für ein weiteres Projekt dieser Größenordnung sind nicht vorhanden. Wer heute den Avenwedder See in seine Wahlversprechen aufnimmt, will Wahlgeschenke verteilen, um Wählerstimmen zu erhalten. Aufgrund der Haushaltslage und der angesagten Prioritäten ist eine Umsetzung innerhalb der nächsten Wahlperiode (bis 2009) leider nicht realistisch. 5. Sicherheit in der Stadt/Polizeipräsenz (auch in den Stadtteilen) In unserer Stadt sollen sich die Bürger sicher fühlen. Sicherheit in der Wohnung, im Wohnumfeld, auf den Straßen, an Haltestellen, auf Bahnhöfen, in Parks, auf dem Weg zur Schule. Nach Angaben der Polizei ist die Kriminalitätsrate in unserer Stadt als "sehr normal" zu bezeichnen, das Sicherheitsempfinden jedoch "zu stark ausgeprägt". Trotzdem sind vorbeugende Maßnahmen weiterhin unerlässlich und mit der Polizei zu koordinieren. Die präventive Arbeit des Sicherheitsrates ist auszubauen und zu unterstützen. Freie Wachdienste, die patrouillieren, sind nicht erforderlich. Die Mithilfe der Bürger bei erkennbaren Gefahren oder Delikten ist ebenfalls ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit in unserer Stadt. Um der latenten Gefahr von Übergriffen gegen Minderheiten entgegenzutreten ist es wichtig nicht wegzusehen wenn anderen Mitmenschen unrecht geschieht. Zivilcourage benötigt Mut und das Wissen wie man sich in einer konkreten Situation am besten verhalten soll. Ich rege an, einen von der örtlichen Polizei durchgeführten Kurs mit dem Thema “Zivilcourage zeigen. Wie verhalte ich mich richtig?” anzubieten. Welche Themen müssten Ihrer Meinung nach neu auf den "Tisch" kommen? Man sollte das Rad nicht neu erfinden. Viele Themen kommen im Laufe der Jahre immer wieder auf die Tagesordnung. Mal in der einen, mal in der anderen Variante. Wir sollten unserer Stadt ein eigenes Profil geben (z. B. Kongresse, Jazzfestival, Straßentheaterfestival etc.), den Güterbahnhof zu einem Kultur- und Freizeitzentrum ausbauen (Büroräume haben wir genug). Neu wäre z. B. die "Geheimniskrämerei" von Verwaltung und Politik auf ein Minimum zu reduzieren. Die Neustrukturierung "nichtöffentlicher Sitzungen" halte ich deshalb für eine wichtige Aufgabe. |