KOMMENTAR DER WOCHEICH LIEBE MEIN THEATER (Die alte Garde)Ich liebe das Theater! Ich liebe Rolls Royce und schnittige Segelyachten, ich liebe Bungalows mit Swimmingpool! Nur: ich habe leider das Geld nicht, um mir diese Wünsche erfüllen zu können. Eine zweite Erbschaft in Höhe von weiteren 5 Millionen Euro (Sponsoren) ist auch nicht in Sicht. Schulden will ich meinen Kindern ebenfalls nicht überlassen. Herzenswunsch ade:: kein Theaterneubau. Ich bin nämlich gleichzeitig ein verantwortungsvoller Gütersloher Bürger. Zuerst kommt das Notwendige, dann erst der Luxus. Außerdem würden meine Freunde sagen: "Junge, bist Du größenwahnsinnig geworden?" Die Mehrzahl der Ratsfrauen und -männer ist leider völlig anderer Meinung. "Nach mir die Sintflut!", können sie sagen, weil sie im Herbst 2004 nach der nächsten Kommunalwahl möglicherweise abgewählt werden. Wie die Stadt aus ihrer Überschuldung rauskommt, braucht sie dann nicht mehr zu kümmern. Weniger Steuereinnahmen, weniger Landes-zuschüsse - was soll's. Sie machen es sich in den bequemen gepolsterten Sitzen unseres teuren Theaterneubaus gemütlich. Andere müssen es richten! Kümmern wird es auch nicht die "alte Garde". Die Herren Lütkemeyer, Cordes und Reinoß zum Beispiel. Jahrzehnte lang besetzten Sie in Politik und Verwaltung verantwortungsvolle Positionen, hatten Macht und Einfluß. Zu ihrer Zeit waren die Stadtkassen noch gut gefüllt. Einen Theaterneubau jedoch wollten sie nicht bauen. Es war Ihnen zu teuer! Heute sind sie Rentiers und haben keine Verantwortung mehr - heute machen Sie sich stark für den Theaterneubau ! Die Stadtkassen sind jedoch leer! Sehr leer, sogar! Liebe Gütersloher, laßt uns nicht noch mehr Schulden produzieren, die die zukünftigen Generationen abzahlen müssen. Der wahre Theaterfan ist sich gleichzeitig seiner Ver-antwortung gegenüber unserer Stadt und seinen Nachkommen bewußt. Er freut sich über eine maßvoll renovierte Paul-Thöne-Halle und fährt für "großes Theater" auch in Zukunft nach Hannover, Dortmund, Bielefeld und Bochum, zur Ruhrtriennale und zu den Berliner Theater-festspielen und lässt nicht seine Kommune und damit die Gütersloher Bevölkerung für sein eigens "Hobby" bluten! Auch in einem umgebauten Haus wird sich wieder der Vorhang heben. Auf den Inhalt kommt es an, nicht auf die Verpackung ! Gehen Sie am 29. Juni wählen - Machen Sie diesen
Tag zum TAG des BÜRGERS! Roland von Zahl 18. Juni 2003 Der Kommentar spiegelt nicht unbedingt die Meinung der BfGT wieder. |